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Mannheim und die Postmodernen
pp. 353-370
Abstract
"Hätte Lyotard Mannheims Text gekannt", bemerkt Peter V. Zima in seinem Buch Moderne/Postmoderne, "wäre er möglicherweise auf den Gedanken gekommen, daß die Heterogenität der Diskurse nicht der Weisheit letzter Schluß ist" (1997, 386). Mit "Mannheims Text" meint Zima jene Passagen von Ideologie und Utopie, in welchen Mannheim sein Konzept der "relationalen Struktur des Erkennens' erörtert und zeigt, daß die nebeneinander gleichberechtigt geltende Partikularität seinsgebundener Diskurse in Bezug zueinander gesetzt werden kann, indem man ihre Aspektstruktur rekonstruiert, ihre Strukturdifferenzen erfaßt und somit eine Folie gewinnt, vor der die Diskurse ineinander übersetzbar und füreinander verständlich gemacht werden können (Mannheim 1929, 258).
Publication details
Published in:
Endreß Martin, Srubar Ilja (2000) Karl Mannheims Analyse der Moderne: Mannheims erste Frankfurter Vorlesung von 1930. Edition und Studien. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 353-370
DOI: 10.1007/978-3-663-10418-6_16
Full citation:
Srubar Ilja (2000) „Mannheim und die Postmodernen“, In: M. Endreß & I. Srubar (Hrsg.), Karl Mannheims Analyse der Moderne, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 353–370.